Dienstag, 11. August 2009

Zweimal Italien und zurück

Wie schön ist doch Italien, das Land der Pomeronen und Zitranzen, wie weiland Goethe treffend zu berichten wusste. Und er musste es ja wissen, hat er doch nicht unerhebliche Mühen auf sich genommen, um dort hinzukommen.

Hätte ich daran früher gedacht! Aber natürlich habe ich das nicht. Im geringsten. Und so konnte passieren, was folgte: Zweimal Italien und zurück in der Haupturlaubszeit.

Teil eins: Dolomiten. Von Deutschland aus eigentlich nicht unerreichbar weit, zum Beispiel von München aus, falls man dort wohnt. Tue ich aber nicht - und die sechs Kollegen und eine Kollegin aus Offenburg (nein, nicht -bach!) auch nicht, mit denen zusammen wir eine kleine gemischte Rennradler-/MTB-Equipe gebildet hatten.

(Mehr zu diesem Unterfangen selbst unter www.twitter.com/digitalpin oder http://cbgreenwood.posterous.com. Oder vielleicht in ein paar Tagen hier, mal sehen.)


Italien im Sommer ist offenbar nicht sonderlich originell, und das heisst Stau. Bei der Hinfahrt wurde das Radiodienst-sei-Dank bereits nach wenigern Kilometern Autobahn klar. Im Klartext: Landstrasse bis Österreich, Fahrtzeit 10 Stunden. Rückfahrt auch - hier haben wir den Stau gar nicht erst gesucht. Heim am Freitag, packen, und halb vier wieder ab nach Süden:


Teil 2: Toskana brachte dann Stau dicke. Man (halb Deutschland?) traf sich am Gotthard und wartete. Wir auch (diesmal mit Kindern und Hund). Nur etwa zwei Stunden. Dafür war auch bei Milano, Parma, La Spezia und Pisa immer wieder Blech-Überlauf. Pause machen, Eis essen - sechzehn Stunden bis poggioserra.com.

Zurück eine Woche später, einen Zwischenstop in Bern anpeilend: Aber Hallo!. Die Schweizer Nord-Süd-Achse ist offenbar auch eine Süd-Nord-Achse. Und eine recht starre Achse zudem: Angesagte 3 3/4 Stunden Wartezeit am Gotthard haben uns dazu veranlasst, uns Teile der Südschweiz, den Simplonpass und den Verladezug nach Kandersteg anzusehen. Immerhin kommen wir da sonst nie hin...
Zwölfeinhalb Stunden bis Bern. Dufte.

Bilanz: 48 Stunden Straße in 2 Wochen. Reicht erstmal. Schön war's dennoch - Wiederholung ins dieser Form allerdings ausgeschlossen. Wie schön ist doch Italien!


...und was sind Deine Urlaubsreiseerfahrungen?

Dienstag, 21. Juli 2009

Wunschwetter !?!

Am kommenden Wochenende geht's in die Dolomiten: Eine seit langem geplante mehrtätige Fahrradtour mit Kollegen. (Ja ja ich weiss - wie kann man nur, freiwillig und so. Aber darum geht's hier und heut nicht, also lassen wir das.)

Wenn man mit dem Velo unterwe
gs ist, ist natürlich das Wetter von entscheidender Bedeutung. Um nicht völlig überrascht zu werden - und das wohlmöglich negativ - habe ich mir mal die gängigen Online-Wetterdienste angesehen. Das schöne daran ist, dass man mittlerweile ja die Wahl hat! Hier die Ergebnisse für die erste Etappe (Sonntag):

wetter.com: Nicht schlecht, es fängt trocken an und ist für die Sella-Runde nicht gleich zu heiß.
Aber: Gewitter am Abend, das muss nicht sein!



wetter.de: Ja, schon besser! Kein Wölkchen auf dem Bildschirm.
Obwohl: Ob das stimmt? Hier wird nicht nach Tagseszeit differenziert, was mich etwas unruhig macht. Schließlich möchte ich wissen, ob wir wetterbedingt im Morgengrauen starten sollten oder noch Zeit für eine dri
tte Frühstücks-Semmel ist.


wetter.info: Okay, das Bild hier ist ein bischen klein. Sorry. Aber sehr schön dateilliert, Wetter nach Uhrzeit sozusagen.

Da wähle ich doch einfach das Ang
ebot, das mit am besten zusagt und bestelle das Wetter gleich online. Wo? Ist doch klar: Auf www.wunschwetter.de!

Doch was ist das?



Da hilft nur eins: Hinfahren und ansehen!

Donnerstag, 28. Mai 2009

Abgewrackt!

Mir als Vater zweier Kinder und seit kurzem Besitzer eines Neuwagens hat Vater Staat neulich einige bemerkenswerte Einsichten gewährt:

1. Für mein altes Auto habe ich vom Staat (genauer, von Euch, liebe Leser und Mit-Steuerzahler) 2.500 € bekommen,
2. für meine Kinder jeweils 100€.

Damit dürfte klar sein, wo die Zukunft dieses blühenden Landes liegt: Nicht, wie ich in meiner staatsbürgerlichen Naivität vermeinte, in unserem Nachwuchs und dessen Förderung. Nein, nein: Die Automobilindustrie wird's richten!

Beruhigend, dass sich offenbar das Eine mit dem Anderen verbinden lässt. Jedenfalls demonstrieren die Porsches und die Piechs aktuell, was Familiensinn heisst und wie man die eigenen Klamotten zusammehält.

Dann ist's ja gut! Hurra, Deutschland!